Campingpreise im Wandel: Wie haben sich die Kosten entwickelt?

Werden Campingplätze teurer? Preisentwicklung der letzten Jahre – mit Daten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Camping war lange das günstige Reisen schlechthin. Über die letzten Jahre haben sich die Preise spürbar bewegt: Energiekrise, Inflation, gestiegene Nachfrage nach Outdoor-Reisen — alle Faktoren wirken auf die Stellplatz-Tarife. Dieser Artikel ordnet die Entwicklung ein.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Die Preisentwicklung ist heterogen. Während Stellplatz und Personenpreis vielerorts moderat gestiegen sind, haben Strompreise teilweise drastisch zugelegt — gerade nach 2022.

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Stellplatz Wohnwagen (DE Schnitt)[DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN]
Erwachsener pro Nacht (DE Schnitt)[DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN]
Strom-Pauschale pro Nacht[DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN]
Strom pro kWh[DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN]
Hund pro Nacht[DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN][DATEN FOLGEN]

Mehrjährige Vergleichsdaten werden mit der Datenbasis ergänzt.

Die Treiber der Preissteigerung

Vier Faktoren erklären den Großteil der Bewegung:

  1. Energiekosten: 2022 explodierten Strom- und Gaspreise. Plätze mit kWh-Abrechnung gaben das direkt weiter; Pauschalen wurden angehoben.
  2. Inflation: Allgemeine Preissteigerung in DE/AT/CH wirkte auf Personalkosten, Wartung, Sanitäranlagen.
  3. Nachfrage-Boom: Camping erlebte 2020–2022 einen massiven Nachfrage-Schub (Corona-Reise-Trend). Premium-Plätze nutzten den Spielraum.
  4. Investitions-Refinanzierung: Viele Plätze haben in moderne Sanitäranlagen, Komfortplätze, Pools investiert — die Investitionen schlagen sich in Preisen nieder.

Wo sind die Preise besonders stark gestiegen?

Premium-Plätze in Tourismus-Hotspots haben überproportional zugelegt. Klassische Familien-Plätze in Mittelgebirgen sind moderater geblieben. Wohnmobilstellplätze ohne Infrastruktur sind oft am wenigsten gestiegen.

Strom ist über alle Plätze und Regionen hinweg der größte Kostentreiber. Auch wer bei Stellplatz und Person identisch zahlt wie 2020, gibt für Strom heute oft das Doppelte aus.

Wo sind die Preise stabil geblieben?

  • Saisonal-Pauschalen via Camping-Card (ACSI, ADAC): Diese Pauschalen sind oft nominal stabil — die Differenz zum Listenpreis wird größer und damit der Card-Mehrwert ebenfalls.
  • Wohnmobilstellplätze ohne Service: Reine Übernachtungsplätze mit Strom-Münzeinwurf bewegen sich oft im 1–2-Euro-Bereich pro Nacht und sind kaum gestiegen.
  • Bauernhof-Camping / Land vinum: Authentische, einfache Plätze mit niedrigem Investitions-Druck.

Häufige Fragen zur Preisentwicklung

Werden Campingpreise weiter steigen? Tendenziell ja, aber moderater. Die Energiekrise-Sondereffekte sind weitgehend eingepreist. Allgemeine Inflation wirkt weiter — eher 2–4 % pro Jahr.

Lohnt sich Camping noch im Vergleich zu Hotels? Im Schnitt deutlich, ja. Die Hotels sind über die letzten Jahre stärker gestiegen als Camping. Wer Camping mit Premium-Plätzen vergleicht, sieht aber: die Differenz wird kleiner.

Welche Spar-Optionen gibt's? Camping-Cards mit Pauschalen, Vor-/Nachsaison-Reisen, ländlichere Plätze, Wohnmobilstellplätze statt Vollservice-Camping.

Werden Wohnmobilstellplätze auch teurer? Ja, aber moderat. Viele Stellplätze sind kommunal betrieben und haben kein wirtschaftliches Wachstumsmandat — Tarife bleiben oft jahrelang gleich.

Wie wirkt der Klimawandel auf Camping-Preise? Indirekt: Trockene Sommer → Wassersport-Boom → mehr Nachfrage in Seenregionen → Preisdruck. Schneearme Winter → Wintersport-Hotspots verlieren Saison-Wert.

Fazit

Camping ist über die letzten Jahre teurer geworden — vor allem in Premium-Lagen und beim Strom. Im Verhältnis zu klassischen Hotelreisen bleibt es aber günstig. Wer Camping-Cards nutzt, in der Nebensaison reist und auf einfache Plätze setzt, kommt heute mit einem nicht viel höheren Tagesbudget aus als vor 5 Jahren.

Region-spezifische Trends findest du in den verlinkten Übersichten zu Deutschland, Österreich und der Schweiz.