AL-KO Bigfoot: Große Stützfüße für stabilen Stand

Die AL-KO Bigfoot Stützplatten vergrößern die Auflagefläche der Kurbelstützen. Wann sie sinnvoll sind, was sie kosten und wie die Montage funktioniert.

Du stellst deinen Wohnwagen auf dem Campingplatz ab, kurbelst die Stützen runter – und am nächsten Morgen steht alles schief. Die kleinen Stützfüße haben sich in den weichen Boden gebohrt wie Stilettos auf einer Wiese. Genau dieses Problem lösen die AL-KO Bigfoot Stützplatten. Sie vergrößern die Auflagefläche deiner Kurbelstützen um ein Vielfaches und sorgen dafür, dass dein Wohnwagen steht, wo er stehen soll.

Das Problem mit den Serien-Stützfüßen

Die Standard-Stützfüße an Wohnwagen-Kurbelstützen haben typischerweise eine Auflagefläche von nur wenigen Quadratzentimetern. Auf Asphalt oder festem Schotter ist das kein Problem. Aber auf Gras, sandigem Boden oder nach Regen verwandelt sich jeder Stützfuß in einen Erdbohrer. Das Gewicht des Wohnwagens drückt die kleinen Füße zentimetertief in den Grund.

Die Folge: Dein Wohnwagen steht nicht mehr waagerecht, die Tür klemmt, der Kühlschrank arbeitet ineffizient und nachts rollst du im Bett zur Seite. Beim nächsten Aufbocken musst du die Stützen noch weiter rausdrehen – und irgendwann ist Schluss mit dem Gewinde. Auf besonders weichem Boden kann der Wohnwagen sogar von einer Stütze rutschen, und das wird dann richtig ungemütlich.

Viele Camper behelfen sich mit Holzbrettern oder Kunststoffplatten unter den Stützen. Das funktioniert im Prinzip, aber die Bretter verrutschen gerne, splittern irgendwann und sehen nach einer Saison ziemlich mitgenommen aus. Außerdem musst du vier Bretter einpacken, auslegen und wieder verstauen – jedes Mal.

Was die AL-KO Bigfoot Stützplatten anders machen

Die Bigfoot-Platten sind fest an den Kurbelstützen montiert und immer dabei. Keine losen Teile, kein Gefummel. Jede Platte vergrößert die Auflagefläche auf etwa das Vierfache des Original-Stützfußes. Das bedeutet: Der Druck pro Quadratzentimeter sinkt drastisch, und die Stütze bleibt auf der Oberfläche statt sich einzugraben.

Die Platten bestehen aus stabilem Kunststoff und sind speziell für AL-KO Chassis entwickelt. Es gibt verschiedene Modelle, die zu den unterschiedlichen AL-KO Stützensystemen passen. Vor dem Kauf musst du also wissen, welches AL-KO Chassis und welche Kurbelstützen an deinem Wohnwagen verbaut sind – diese Information findest du im Fahrzeugschein oder auf dem Typenschild am Rahmen.

Die gängigsten Varianten decken die meisten AL-KO Stützen ab, die seit den 2000er-Jahren verbaut werden. Falls du dir unsicher bist: Ein Foto deiner Stützfüße und eine kurze Anfrage beim Händler klären das schnell.

Montage: Einfacher als du denkst

Die Montage der Bigfoot-Platten ist erfreulich simpel und braucht weder Spezialwerkzeug noch eine Fachwerkstatt. Im Grunde werden die Platten auf die vorhandenen Stützfüße aufgesetzt und mit den mitgelieferten Schrauben fixiert. Das dauert pro Stütze etwa fünf Minuten – insgesamt also eine halbe Stunde für alle vier Ecken.

Du brauchst lediglich einen passenden Schraubenschlüssel oder eine Ratsche. Die Anleitung von AL-KO ist übersichtlich, und es gibt inzwischen auch zahlreiche Videos, die den Einbau Schritt für Schritt zeigen. Am besten montierst du die Platten, wenn der Wohnwagen bereits auf festem Boden steht und du die Stützen bequem erreichen kannst.

Ein Tipp: Kontrolliere nach den ersten Fahrten, ob alle Schrauben noch fest sitzen. Durch Vibrationen können sich Verbindungen in den ersten Wochen minimal lockern. Danach ist meistens Ruhe.

Wann lohnen sich die Bigfoot-Platten wirklich?

Nicht jeder Camper braucht zwingend größere Stützfüße. Wenn du ausschließlich auf asphaltierten Stellplätzen oder festen Schotterflächen stehst, wirst du kaum Probleme mit den Serienstützen haben. Aber sobald einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft, lohnt sich die Investition:

Weicher Untergrund: Grasplätze, Waldböden, sandige Stellplätze – überall dort, wo der Boden nachgibt, machen die Bigfoot-Platten einen spürbaren Unterschied.

Regenreiche Regionen: Nach einem kräftigen Schauer wird jede Wiese weich. Wenn du in Skandinavien, an der Nordsee oder einfach im deutschen Herbst unterwegs bist, wirst du die größeren Platten schnell zu schätzen wissen.

Schwere Wohnwagen: Je mehr dein Wohnwagen wiegt, desto stärker drücken die Stützen in den Boden. Ab etwa 1.500 kg zulässigem Gesamtgewicht wird es auf weichem Grund kritisch.

Hanglagen: Auf leichten Schrägen musst du die Stützen weiter ausfahren. Je weiter sie ausgefahren sind, desto instabiler wird das Ganze – vor allem wenn sich die Füße noch eingraben. Hier helfen die Bigfoot-Platten enorm.

Wenn du deinen Wohnwagen zum ersten Mal richtig aufstellen willst, findest du in der Anleitung zum Wohnwagen-Aufstellen alles Wichtige dazu.

Preise und Alternativen

Ein Set AL-KO Bigfoot Stützplatten für alle vier Kurbelstützen kostet je nach Modell zwischen 60 und 100 Euro. Das klingt erst mal nach Geld für ein paar Plastikplatten, aber bedenke: Du kaufst sie einmal und nutzt sie jahrelang. Verglichen mit ständig neuen Holzbrettern, die du alle paar Monate ersetzt, relativiert sich der Preis schnell.

Als Alternative gibt es universelle Stützplatten aus Kunststoff, die nicht fest montiert werden, sondern lose unter die Stützen gelegt werden. Die kosten weniger (ab 15–30 Euro für ein Set), haben aber den Nachteil, dass sie verrutschen können und du sie jedes Mal einzeln positionieren musst. Manche Camper schwören auch auf dicke Holzbretter oder Betonsteine – funktioniert, ist aber deutlich unhandlicher.

Es gibt auch Stützplatten von Drittanbietern, die eine ähnliche Funktion wie die Bigfoot-Platten bieten und teilweise günstiger sind. Achte hier auf die Passgenauigkeit für dein AL-KO Stützensystem und auf die Materialqualität. Billigprodukte aus dünnem Kunststoff brechen gerne unter Last.

Fazit

Die AL-KO Bigfoot Stützplatten lösen ein einfaches Problem auf elegante Weise. Einmal montiert, sind sie immer dabei, vergrößern die Auflagefläche deutlich und ersparen dir das Gefummel mit losen Unterlegplatten. Für Camper, die regelmäßig auf Naturstellplätzen oder Grasplätzen stehen, gehören sie zur sinnvollsten Nachrüstung überhaupt. Die 60–100 Euro sind gut angelegt – dein Wohnwagen steht stabil, und du schläfst ruhiger.