Fehlerstrom-Schutzschalter

auch: RCD

Das vollständige Schutzgerät, das die Stromversorgung beim Auftreten eines gefährlichen Fehlerstroms unterbricht – im Sprachgebrauch der FI-Schalter.

Der Fehlerstrom-Schutzschalter ist die vollständige Bezeichnung für das Gerät, das im Alltag meist FI-Schalter genannt wird (international RCD, Residual Current Device). Beide Begriffe meinen dasselbe Sicherheitsbauteil der 230-Volt-Anlage.

Funktion und Bedeutung

Der Schutzschalter misst fortlaufend den hin- und zurückfließenden Strom. Fließt auf dem Rückweg weniger zurück, „verschwindet" Strom über einen Fehlerpfad – etwa über einen Menschen, der ein defektes Gerät berührt, oder über Feuchtigkeit. Schon kleine Differenzen (typisch 30 Milliampere) genügen, damit er blitzschnell abschaltet und einen lebensgefährlichen Stromschlag verhindert.

Im Wohnwagen schützt er die gesamte 230-Volt-Installation und sitzt im Sicherungskasten. Wichtig: Er schützt vor Fehlerströmen, nicht vor Überlast – dafür sind die Leitungsschutzschalter (Sicherungen) zuständig; beide arbeiten zusammen. Prüfe die Funktion regelmäßig über die Test-Taste. Löst der Schutzschalter im Betrieb wiederholt aus, liegt fast immer ein echter Defekt vor (nasses Steckverbindung, kaputtes Gerät) – Ursache suchen, nicht überbrücken. Auch moderne Campingplatz-Säulen sind FI-geschützt, was die Sicherheit zusätzlich erhöht. Verlasse dich aber nicht allein auf die Säule: Ein eigener FI im Wohnwagen schützt dich auch dort, wo die Platzinstallation alt oder mangelhaft ist – im Zweifel ist ein mobiler Personenschutz-Adapter (PRCD) für die Zuleitung eine sinnvolle Ergänzung.

Passende Artikel

Verwandte Begriffe