Kondenswasser
auch: Kondensat, Schwitzwasser
Feuchtigkeit, die sich an kalten Oberflächen niederschlägt, wenn warme, feuchte Raumluft dort abkühlt.
Kondenswasser entsteht, wenn warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Oberfläche trifft und dort unter den Taupunkt abkühlt. Die Luft kann die Feuchtigkeit dann nicht mehr halten, und sie schlägt sich als Wassertröpfchen nieder – im Wohnwagen typisch an Fenstern, Außenwänden und kalten Metallteilen.
Warum es im Wohnwagen kritisch ist
Im kleinen, gut gedämmten Innenraum produzieren Atmen, Kochen und Duschen viel Feuchtigkeit. Trifft sie auf kalte Wärmebrücken, bildet sich Kondensat – im schlimmsten Fall hinter Polstern und in Ecken, wo es lange unbemerkt bleibt und Schimmel oder dauerhafte Feuchteschäden begünstigt.
Die wirksamste Gegenmaßnahme ist regelmäßiges Stoßlüften und konsequentes Beheizen, damit die Oberflächen warm bleiben. Polster und Matratzen sollten von unten belüftet werden, und ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten.
Besonders im Wintercamping und bei längerer Standzeit ist Kondenswasser ein Dauerthema. Kontrolliere kritische Stellen regelmäßig und sorge auch im eingelagerten Wohnwagen für etwas Luftaustausch, um Feuchteschäden vorzubeugen. Hilfreich ist ein Hygrometer als Frühwarnung: Liegt die relative Luftfeuchtigkeit dauerhaft über etwa 60 Prozent, steigt das Kondensationsrisiko deutlich. Für die Einlagerung leisten Luftentfeuchter mit Granulat oder kleine elektrische Geräte gute Dienste, indem sie der Raumluft überschüssige Feuchtigkeit entziehen, bevor sie sich an kalten Flächen niederschlägt.