Latenz

auch: Bildverzögerung

Die Verzögerung zwischen dem, was die Rückfahrkamera aufnimmt, und dem Moment, in dem das Bild auf deinem Monitor erscheint.

Latenz ist die Zeitverzögerung zwischen Aufnahme und Anzeige – bei einer Rückfahrkamera also die Spanne zwischen dem, was hinter dem Wohnwagen passiert, und dem Bild auf deinem Monitor. Sie wird in Millisekunden gemessen.

Warum sie beim Rangieren zählt

Beim langsamen Rangieren und Ankuppeln willst du unmittelbar sehen, was passiert. Eine hohe Latenz bedeutet, dass dein Lenk- oder Bremsimpuls erst verzögert im Bild ankommt – du reagierst dann auf eine veraltete Szene. Das ist bei zentimetergenauem Heranfahren an die Zugkugel oder beim Einparken auf engem Stellplatz störend und kann zu Fehleinschätzungen führen.

Funksysteme haben prinzipbedingt eher Latenz als Kabellösungen, weil das Signal digital kodiert, übertragen und wieder dekodiert wird. Hochwertige digitale Funkkameras erreichen aber sehr niedrige Werte; günstige Systeme können merklich „nachhängen". Beim Kauf lohnt der Blick auf die angegebene Latenz und – wenn möglich – ein Praxistest. Faustregel: Je niedriger die Latenz, desto natürlicher fühlt sich das Rangieren an. Für reines Beobachten während der Fahrt ist eine kleine Verzögerung unkritisch; beim Millimeter-Manöver macht sie den Unterschied.

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