Motorbremse
Das Bremsen über den Motor statt die Betriebsbremse: Durch einen niedrigen Gang bremst der Motorwiderstand das Gespann – besonders wichtig bei langen Bergabfahrten.
Mit Motorbremse ist gemeint, das Fahrzeug über den Motorwiderstand zu verzögern, statt dauerhaft die Betriebsbremse zu treten. Du legst einen niedrigen Gang ein (bei Automatik die manuelle oder Bergab-Stufe); der Motor wirkt dann bremsend und hält die Geschwindigkeit, ohne dass die Radbremsen ständig arbeiten.
Warum das mit dem Gespann zählt
Auf langen Gefällestrecken – etwa über Alpenpässe – erzeugt dauerndes Bremsen viel Wärme. Überhitzen die Bremsen, lässt ihre Wirkung nach (Bremsfading), im schlimmsten Fall bis zum Versagen. Die Motorbremse nimmt der Radbremse diese Dauerlast ab: Sie hält das schwere Gespann auf konstantem Tempo, während die Betriebsbremse nur noch kurz und gezielt zum Feinjustieren dient.
So fährst du sicher bergab: früh herunterschalten, den passenden Gang vor dem Gefälle wählen, gleichmäßig rollen lassen und nur intervallweise nachbremsen, damit die Bremse zwischendurch abkühlt. Je schwerer das Gespann, desto wichtiger ist diese Technik. Der Wohnwagen unterstützt über seine Auflaufbremse, ersetzt aber nicht die vorausschauende Fahrweise des Zugfahrzeugs. Bei einem Automatikgetriebe nutzt du dafür den manuellen Modus oder eine Berg-/Schaltstufe; ein reines „D" hält das Gefälle oft nicht und zwingt dich doch wieder dauerhaft auf die Betriebsbremse.