Pfandflaschen
Gasflaschen, die im Eigentum des Anbieters bleiben: Du zahlst Pfand und tauschst die leere gegen eine volle Flasche, statt sie selbst befüllen zu lassen.
Pfandflaschen gehören nicht dir, sondern dem Anbieter. Du hinterlegst beim ersten Bezug ein Pfand und bekommst eine gefüllte Flasche. Ist sie leer, tauschst du sie an einer Annahmestelle gegen eine volle – du zahlst nur die Füllung, nicht erneut das Pfand. In Deutschland sind das klassisch die grauen Stahlflaschen, erhältlich an Tankstellen, in Baumärkten und bei Campinghändlern.
Vor- und Nachteile
Der Vorteil ist die Einfachheit: kein Warten aufs Befüllen, schneller Tausch, dichtes Netz an Annahmestellen. Für Einsteiger ist das System unkompliziert.
Der Nachteil: Du bist an das jeweilige Tauschsystem und dessen Flaschentyp gebunden. Im Ausland passen deutsche Pfandflaschen oft nicht ins dortige System, und du kannst nicht frei auf leichtere Alu- oder Composite-Flaschen wechseln. Wer maximale Unabhängigkeit oder geringes Gewicht will, greift eher zu Eigentumsflaschen. Für die Sicherheit gilt unabhängig vom Flaschensystem dasselbe: passender Druckminderer, geprüfte Schläuche und die regelmäßige Gasprüfung der Anlage. Die Flasche steht gesichert und aufrecht im belüfteten Gaskasten. Praktischer Tipp: Mit zwei Flaschen plus automatischer Umschalteinrichtung wechselt die Anlage bei leerer Flasche selbsttätig auf die volle – so musst du den Tausch nicht ausgerechnet beim Kochen oder Heizen mitten in der Nacht erledigen.