Radstand

Der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse des Zugfahrzeugs – ein längerer Radstand sorgt für mehr Stabilität beim Gespannfahren.

Der Radstand ist der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse eines Fahrzeugs. Beim Zugfahrzeug ist er ein oft unterschätzter Faktor für die Fahrstabilität des Gespanns: Ein langer Radstand wirkt beruhigend, ein kurzer macht das Gespann anfälliger für Pendelbewegungen.

Der physikalische Hintergrund

Bei Schlingerbewegungen des Wohnwagens überträgt die Anhängerkupplung Kräfte auf das Heck des Zugfahrzeugs. Ein Auto mit langem Radstand und ausreichend Gewicht über der Hinterachse steckt diese Kräfte besser weg und „führt" den Anhänger ruhiger. Ein kurzer Radstand (etwa bei kleinen Geländewagen oder Kompaktwagen) lässt das Heck leichter ausschwenken – das Gespann beginnt früher zu pendeln.

Deshalb gelten lange, schwere Fahrzeuge mit langem Radstand und idealerweise Allradantrieb als besonders gute Zugfahrzeuge. Das ersetzt aber nicht die anderen Stabilitätsfaktoren: korrekte Stützlast, gleichmäßige Beladung, ein günstiges Gewichtsverhältnis (siehe 1:1-Regel) und eine Stabilisierungskupplung. Wer ein Zugfahrzeug auswählt, sollte neben Anhängelast und Drehmoment also auch auf den Radstand achten – er trägt spürbar zur Laufruhe und Sicherheit bei höherem Tempo und Seitenwind bei.

Passende Artikel

Verwandte Begriffe