Caravanspiegel
auch: Zusatzspiegel, Aufsteckspiegel
Zusatzspiegel am Zugfahrzeug, die das gesetzlich vorgeschriebene Sichtfeld am breiteren Wohnwagen vorbei herstellen.
Caravanspiegel sind Zusatzspiegel, die du am Außenspiegel des Zugfahrzeugs anbringst. Weil der Wohnwagen meist breiter ist als das Auto, reichen die Serienspiegel nicht mehr aus, um nach hinten am Gespann vorbeizusehen. Genau diese Lücke schließen Caravanspiegel.
Pflicht und Auswahl
In Deutschland sind Zusatzspiegel vorgeschrieben (§ 56 StVZO), sobald die serienmäßigen Spiegel kein ausreichendes Sichtfeld nach hinten mehr bieten. Praktisch betrifft das fast jedes Gespann mit einem normal breiten Wohnwagen.
Bei der Bauart unterscheidet man Universal-Klemmspiegel, die per Klemme oder Spanngurt am vorhandenen Spiegel sitzen, und fahrzeugspezifische Modelle, die exakt passen und stabiler sind. Beim Spiegelglas gibt es Flachglas (zeigt Entfernungen realistisch) und Konvexglas (großes Sichtfeld, lässt Objekte aber weiter entfernt wirken).
Richtig eingestellt verkleinern Caravanspiegel den toten Winkel erheblich und machen Überholen, Abbiegen und Spurwechsel sicherer. Nach der Reise nimmst du Klemmspiegel wieder ab, da sie ohne Anhänger das zulässige Sichtfeld nicht verändern dürfen und im Alltag stören. Vor der Abfahrt lohnt das kurze Justieren im Stand: Beide Spiegel so ausrichten, dass du die hinteren Ecken des Wohnwagens und die Fahrbahn dahinter im Blick hast – das spart unterwegs gefährliches Nachstellen.