Spannungsabfall

auch: Spannungsverlust

Die Reduktion der Spannung über eine lange Kabelstrecke, die bei zu dünnem Querschnitt zu Leistungsverlust und Erwärmung führt.

Spannungsabfall ist der Verlust an elektrischer Spannung auf dem Weg durch ein Kabel. Jeder Leiter hat einen Widerstand; je länger und dünner das Kabel und je höher der Strom, desto mehr Spannung geht unterwegs „verloren" und kommt am Verbraucher nicht mehr an.

Warum das im 12-Volt-Netz kritisch ist

Im 12-Volt-Bordnetz wirkt sich der Spannungsabfall stärker aus als bei 230 V, weil die Ausgangsspannung niedrig ist: Schon ein Verlust von einem Volt ist hier prozentual viel. Die Folgen sind schwächere Geräte, eine schlecht ladende Batterie und – bei zu dünnem Kabelquerschnitt – eine gefährliche Erwärmung des Kabels.

Die Gegenmaßnahme ist der passende Querschnitt: Je länger die Strecke und je höher der Strom (etwa zur Solaranlage, zum Wechselrichter oder zur Heckkamera), desto dicker muss das Kabel sein. Tabellen und Rechner helfen, den richtigen Querschnitt zu bestimmen.

Auch beim Landstrom spielt es eine Rolle: Eine sehr lange, dünne oder aufgerollte Kabeltrommel erhöht den Spannungsabfall und die Erwärmung. Deshalb das Kabel immer vollständig abrollen und ausreichend dimensionieren.

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