Walkarbeit

auch: Walken, Reifenwalken

Die innere Verformung des Reifens beim Rollen, die bei zu niedrigem Druck Hitze erzeugt und den Reifen schädigt.

Walkarbeit bezeichnet die ständige Verformung des Reifens, während er rollt: Im Aufstandsbereich wird er platt gedrückt und federt danach zurück. Diese Knetbewegung („Walken") erzeugt Reibung und Wärme im Gummi – ein normaler Vorgang, der aber gefährlich wird, wenn er überhandnimmt.

Die Gefahr bei zu niedrigem Druck

Entscheidend ist der Reifendruck: Ist er zu niedrig, verformt sich der Reifen viel stärker, die Walkarbeit steigt, und der Reifen wird heiß. Im schlimmsten Fall löst sich die Lauffläche oder der Reifen platzt – gerade beim hoch belasteten Wohnwagenreifen bei höherem Tempo eine reale Gefahr.

Zu wenig Druck erhöht außerdem den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch und führt zu ungleichmäßigem Abrieb an den Reifenschultern.

Die Gegenmaßnahme ist einfach: den korrekten, kalt gemessenen Reifendruck einhalten, der am hohen Lastbereich des Wohnwagens orientiert ist. Lange Autobahnfahrten bei Hitze und schwerer Beladung sind die kritische Kombination – hier zahlt sich der richtige Druck doppelt aus. Ein TPMS warnt zusätzlich, wenn ein Reifen heißläuft.

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