Kugelkupplung

auch: Zugkugelkupplung

Die genormte Verbindungsstelle zwischen Wohnwagen und Zugfahrzeug, bei der eine Kugel in die Kupplungsmulde der Deichsel greift.

Die Kugelkupplung ist die genormte Verbindung zwischen Wohnwagen und Zugfahrzeug. Am vorderen Ende der Deichsel sitzt die Kupplungsklaue, die beim Ankuppeln über den Kugelkopf des Zugfahrzeugs gestülpt wird und dort einrastet.

Funktion und Kontrolle

Das System ist europaweit auf eine 50-mm-Kugel genormt, sodass Wohnwagen und Zugfahrzeug unterschiedlicher Hersteller zusammenpassen. Beim Ankuppeln senkt das Stützrad die Klaue auf die Kugel, der Hebel rastet ein, und eine Sicherungsmechanik hält die Verbindung. Eine optische Anzeige am Hebel signalisiert vielen Modellen, ob die Kupplung korrekt geschlossen und der Verschleiß noch im grünen Bereich ist.

Eine moderne Variante ist die Antischlingerkupplung (AKS): Sie umschließt die Kugel zusätzlich mit Reibbelägen, die Pendel- und Nickbewegungen des Gespanns dämpfen und so die Fahrstabilität erhöhen. Wichtig dabei: Die Kugel muss bei dieser Bauart fettfrei und sauber bleiben.

Vor jeder Fahrt prüfst du den korrekten Sitz, kontrollierst die Anzeige und vergisst nicht, das Stützrad ganz hochzukurbeln. Verschlissene Klauen oder Kugeln mit zu geringem Durchmesser müssen ersetzt werden.

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