Selbstentladung

auch: Selbstentladungsrate

Der natürliche Kapazitätsverlust einer Batterie über die Zeit, auch ohne Nutzung – besonders relevant für die Winterpause.

Selbstentladung bezeichnet den langsamen Kapazitätsverlust einer Batterie über die Zeit – auch dann, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist. Chemische Prozesse im Inneren „verbrauchen" gespeicherte Energie, sodass eine vollgeladene Batterie nach Wochen oder Monaten an Ladung verliert.

Warum das für die Winterpause zählt

Steht der Wohnwagen über den Winter, entlädt sich die Bordbatterie allmählich. Sinkt eine Blei-Batterie dabei in den tiefentladenen Zustand, droht dauerhafter Schaden durch Sulfatierung. Lithium-Batterien (LiFePO₄) haben eine deutlich geringere Selbstentladung und sind hier im Vorteil.

Die Rate hängt von Batterietyp und vor allem der Temperatur ab: Wärme beschleunigt die Selbstentladung, Kälte verlangsamt sie (bei Lithium ist aber Laden im Frost tabu). Auch versteckte Dauerverbraucher wie Alarmanlage oder Standby-Elektronik zehren zusätzlich an der Ladung.

Vorbeugen kannst du, indem du die Batterie vor der Pause voll lädst, größere Verbraucher trennst und sie über den Winter mit einer Erhaltungsladung oder gelegentlichem Nachladen (idealerweise per Solar) auf Stand hältst. So übersteht die Batterie die Standzeit ohne Schaden.

Passende Artikel

Verwandte Begriffe