Ampere-Stunde
Abk.: Ah
Die Maßeinheit für die Speicherkapazität einer Batterie: Sie gibt an, wie lange die Batterie eine bestimmte Stromstärke liefern kann.
Die Ampere-Stunde (Ah) ist das Maß für die Kapazität einer Batterie. Eine 100-Ah-Batterie kann – rein rechnerisch – eine Stunde lang 100 Ampere liefern, oder 100 Stunden lang 1 Ampere. Sie sagt dir also, wie viel Energie deine Bordbatterie speichert und wie lange du damit autark stehen kannst.
Nutzbare statt nennbare Kapazität
Entscheidend ist nicht die aufgedruckte, sondern die nutzbare Kapazität. Bei Blei-, AGM- und Gel-Batterien solltest du nur etwa die Hälfte entnehmen, weil Tiefentladung sie schädigt – von 100 Ah bleiben praktisch rund 50 Ah nutzbar. LiFePO4 (Lithium) lässt sich dagegen nahezu vollständig entladen, sodass 100 Ah hier deutlich mehr echte Energie bedeuten.
Für die Planung rechnest du grob: Verbrauch der Geräte in Ampere mal Betriebsstunden ergibt den Tagesbedarf in Ah. Liegt der über deiner nutzbaren Kapazität, brauchst du Nachladung (Solar, Landstrom, Ladebooster) oder eine größere Batterie. Beachte auch das Gewicht: Mehr Ah heißt mehr Kilogramm – bei Blei spürbar mehr als bei Lithium. Wer Verbrauch und Ah ehrlich gegenrechnet, vermeidet die leere Batterie am zweiten Abend.